Beamte und die private Krankenversicherung

von David Panek am 4. Januar 2013

Für Beamte und Beamtenanwärter ist die private Krankenversicherung sicherlich eine sehr günstige Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung. Denn sie enthält alle Leistungen einer Vollversicherung und kostet die Beamten dementsprechend weniger, da sie einen Anspruch auf Beihilfe haben.

 

Beamte und die Beihilfe:

Für Beamte gelten spezielle Regelungen. Denn sie sind sowie ihre berufstätigen Familienangehörigen in der Krankenversicherung beihilfeberechtigt. Das bedeutet sie erhalten von ihren Dienstherrn eine so genannte Beihilfe. Der Beihilfeanspruch beträgt in der Regel 50 bis 80 Prozent der Behandlungskosten und so müssen Beamte für die Differenz der Kosten selber  aufkommen.

 

Für Beamte als freiwilliges Mitglied ist die gesetzliche Krankenversicherung weniger sinnvoll, da sie im Normalfall teurer ist als die private Krankenversicherung. Daher sind die meisten Beamten eben privat krankenversichert. Um den Ansprüchen der Beamten gerecht zu werden bieten deshalb die privaten Krankenversicherungsgesellschaften spezielle Tarife für Beihilfeberechtigte an.

 

Beamte und der Wechsel in die private Krankenversicherung:

Es gibt nur noch wenige Beamte oder Richter mit Anspruch auf Beihilfe die in der gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Doch diese kleine Gruppe hat die Möglichkeit sich jederzeit in der privaten Krankenversicherung abzusichern. Dies gilt natürlich auch für die Beihilfe berücksichtigungsfähigen Familienangehörigen die gleichfalls in der gesetzlichen Krankenversicherung abgesichert sind.

 

Eines müssen die Familienangehörigen jedoch beachten. Sie müssen innerhalb eines Jahres (wenn der Beihilfe berücksichtigungsfähige Familienangehörige in die private Krankenversicherung wechselt) selbst eine private Krankenversicherung abschleißen, damit vereinfachte Bedingungen für sie gelten. Sollten Sie jedoch durch eine Pflichtmitgliedschaft oder Familienversicherung an die gesetzliche Krankenversicherung gebunden sein, so ist es möglich innerhalb sechs Monate nach Beendigung des Versicherungsverhältnisses in die private Krankenversicherung zu wechseln.

 

Eine weitere Besonderheit ist, dass sie im Falle einer Eheschließung mit einem Beihilfeberechtigten (innerhalb sechs Monate)  die Möglichkeit haben einen Wechsel in die private Krankenversicherung zu vollziehen.

 

Die private Krankenversicherung und der Versicherungsschutz:

Die Antragstellung läuft auf dem üblichen Wege ab, so dass eine Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Bei möglichen Vorerkrankungen ist es daher möglich, dass ein Risikozuschlag in den Versicherungsschutz eingebaut wird.

 

Beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung ist es möglich den Versicherungsschutz so zu gestalten, dass der Beihilfebemessungssatz zu 100 Prozent gedeckt ist. Sind im Bereich der Beihilfe beispielsweise Kosten für stationäre Wahlleistungen enthalten, so sind diese Wahlleistungen im Versicherungsschutz enthalten. Sollte jedoch die Beihilfe nur die allgemeinen Krankenhausleistungen umschließen, so gilt der Versicherungsschutz auch nur für diese Leistungen. Falls dies der Fall sein sollte, können die Beihilfeberechtigten einen Beihilfeergänzungstarif abschließen. So ist es also möglich den Versicherungsschutz um die entsprechenden Wahlleistungen auszubauen.

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