Das Betreuungsgeld

von David Panek am 17. Dezember 2012

Das umstrittene Betreuungsgeld soll nun im Jahr 2013 eingeführt werden. Laut Studien wird das Betreuungsgeld an 900.000 Kinder ausbezahlt und den Staat ca. 1,2 Milliarden Euro kosten.

 

Doch was ist das Betreuungsgeld eigentlich?

Das Betreuungsgeld ist nichts weiter als eine Unterstützungsleistung des Staates an Elternteile, die sich vor allem in den ersten Jahren nach der Geburt des Kindes zuhause in Vollzeit um die Erziehung der Kinder kümmern. Diese Geldleistung soll vor allem den Elternteilen zugute kommen die keinen Krippenplatz bzw. keine Kindertagestätte in Anspruch nehmen wollen.

 

Wie hoch soll das Betreuungsgeld sein und wie wird es ausbezahlt?

Das Betreuungsgeld soll schrittweise eingeführt werden und im Jahr 2013 erstmalig zum tragen kommen. Hierbei soll die Zahlung in Höhe von 100 Euro monatlich an Eltern von Kindern im zweiten Lebensjahr erfolgen. In der nächsten Stufe soll dann im Jahr 2014 das Geld auch an Eltern von Kindern im dritten Lebensjahr in Höhe von 150 Euro ausbezahlt werden.

 

Das Betreuungsgeld wird zwar bar ausbezahlt, jedoch erhalten Eltern das Recht auf eine Barauszahlung zu verzichten. Eine Möglichkeit sieht vor, dass das Geld für die eigene private Altersvorsorge, für die Ausbildung der Kinder oder eben für das bereits mehrfach diskutierte Bildungssparen verwendet wird. Für die letztere Variante ist sogar ein Bonus in Höhe von 15 Euro monatlich vorgesehen.

 

Etwas problematischer sieht das ganze bei den Hartz IV Empfängern aus. Denn für diese Personengruppe ist keine Zahlung des Betreuungsgeldes vorgesehen. Eine Auszahlung soll zwar theoretisch erfolgen, doch soll diese im vollen Umfang auf das Arbeitslosengeld II angerechnet werden. Was zu bedeuten hat, dass die Hartz IV Empfänger hier also leer ausgehen.

 

Warum ist das Betreuungsgeld so umstritten?

Es ist nun mal Tatsache, dass das Betreuungsgeld innerhalb der Regierung sehr stark umstritten ist. Die Gegner des Betreuungsgeldes sind der Meinung, dass mit dieser Geldleistung eben falsche Anreize gegen Kinderbetreuung und Berufstätigkeit gesetzt werden. Die Befürchtung ist, dass besonders Kinder aus den sozialschwachen Familien von den Kindertagestätten ferngehalten werden. Des Weiteren befürchtet man, dass zudem Frauen dadurch von der Erwerbstätigkeit abgehalten werden.

 

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass das Betreuungsgeld in der heutigen Zeit der Finanzkrise der absolut falsche Ansatz ist. Von sehr vielen Seiten kam daher die Forderung auf dieses Geld lieber in den Ausbau von Kindertagesstätten zu stecken.

Viele Grüße

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