Den eigenen Ruhestand planen

von David Panek am 27. Oktober 2014

Es ist besonders wichtig, dass man Frühzeitig den eigenen Ruhestand plant und sich seine Gedanken macht, wie man auf dem Weg in die Rente vorgeht. Denn Möglichkeiten gibt es viele. So kann man beispielsweise die Arbeitszeit halbieren und trotzdem fast das gleiche Gehalt erhalten. Die Voraussetzung ist jedoch, dass man schon frühzeitig die letzten Berufsjahre dementsprechend vorbereitet.

 

Die Arbeitszeit reduzieren:

Es gibt mittlerweile unterschiedliche Arbeitszeitmodelle mit denen man ganz individuell den eigenen Ruhestand planen kann. Es ist also keine Utopie, dass man die Hälfte arbeitet und trotzdem nahezu das gleiche Gehalt hat. Das Ziel dieser Modelle ist es, sich im Alter einen sanften Übergang in die Rente zu ermöglichen. Die Voraussetzung ist jedoch, dass man sich einerseits rechtzeitig darum kümmert und andererseits das geeignete Arbeitszeitmodell für sich heraussucht. Man muss sagen, dass es heutzutage fast schon normal ist, dass sich immer mehr Arbeitnehmer einen langsamen Übergang in den Ruhestand wünschen. Und das kann man denke ich auch sehr gut nachvollziehen, dass man ab den 60-ten Lebensjahr die Arbeitszeit Schritt für Schritt reduzieren möchte um ein Paar Gänge runter zu schalten.  

 

Die Frage ist nur: Ob man die Arbeitszeit so einfach reduzieren kann, ohne dass dabei das Einkommen sinkt? Und tatsächlich ist es auch so, dass bei den meisten Arbeitszeitmodellen so in etwa 90 bis 95 Prozent des bisherigen Einkommens erzielt werden und das obwohl man nur die Hälfte arbeitet. Hinzu kommt noch, dass die reduzierte Arbeitszeit fast gar keinen Einfluss auf die spätere Rente hat. Laut zahlreichen Studien führt die halbierte Arbeitszeit in den letzten Berufsjahren tatsächlich nur zu wenigen Prozent weniger Altersrente. Wenn man bedenkt, dass man als Arbeitnehmer erst später die Rente beantragt, weil man auf die Frührente verzichtet und somit auch die Rentenabschläge wegfallen, so ist es möglich, dass man trotz abgesenkter Arbeitszeit eine höhere Rente erhält.

 

Der sanfte Übergang in den Ruhestand:

Tatsächlich hat man sehr viele Branchenunabhängige Möglichkeiten um sanft in den wohl verdienten Ruhestand zu gehen. Doch nicht nur große Betriebe bieten ihren Arbeitnehmern neue Arbeitszeitmodelle an, sondern auch in den kleineren Betrieben sind oft sehr attraktive Modelle möglich. Das wichtigste ist jedoch, dass jeder Arbeitnehmer von einem vollen Arbeitsplatz auf Teilzeit wechseln kann. Nur äußerst selten lassen die Betriebe einen solchen Wechsel nicht zu. So kann es durchaus sein, dass aufgrund organisatorischer Gründe oder wenn sich dadurch finanzielle Nachteile für den Betrieb ergeben, die Betriebe da nicht mitspielen.

 

Wer in diesem Fall darüber nachdenkt die Frührente für sich in Anspruch zu nehmen, weil er aus gesundheitlicher Sicht ein wenig kürzer treten möchte, sollte sich über die Teilzeit seine Gedanken machen. Man muss jedoch bedenken, dass man bei einer reinen Teilzeit mit finanziellen Einschnitten rechnen muss die in etwa bei 40 bis 50 Prozent liegen. Bei der späteren Rente sind jedoch die Einbußen bei wenigen Prozent eher gering. Man muss jedoch hinzufügen, dass bei demjenigen der in Teilzeit bis zur Regelaltersrente arbeitet, im Gegensatz zur Frührente die Rentenabschläge nur gering ins Gewicht fallen, was die Einbußen an sich relativiert.

 

Es ist also vorteilhafter eine Frührente zu beantragen und weiter in Teilzeit zu arbeiten. So fallen zwar Rentenabschläge an, aber man hat monatlich die Rente plus den Teilzeit-Gehalt, was ungefähr 90 Prozent des letzten Einkommens ausmacht. Doch Vorsicht! Man darf hier nicht vergessen, dass alle gesetzlichen Bedingungen für eine entsprechende Frührente erfüllt werden müssen. Und das in allen Bereichen wie, der Frauenrente, Rente für langjährig Versicherte oder der Rente wegen Erwerbsminderung die ebenfalls nach Belieben kombiniert werden können.

Viele Grüße

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