Die Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung

von David Panek am 19. Dezember 2012

Mit der betrieblichen Altersversorgung hat man eine tolle Möglichkeit um für das Alter vorzusorgen. Durch die Zusage einer betrieblichen Altersversorgung sagt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Versorgungsleistungen bei Alter, Invalidität oder dem Tod zu. Sie gehört zur zweiten Schicht der Altersvorsorge und ist im Betriebsrentengesetz geregelt.

 

In Deutschland gibt es fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung. In diesem Zusammenhang kann der Arbeitgeber bestimmen für welchen Durchführungsweg er sich entscheidet. Als Arbeitnehmer ist es vorteilhaft zu wissen welcher dieser Durchführungswege seitens des Unternehmens angeboten wird.

 

Die fünf Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung:

 

Die Direktversicherung:

Bei diesem Durchführungsweg schleißt der Arbeitgeber eine Rentenversicherung auf das Leben des Arbeitnehmers ab. In den Versicherungsvertrag können sowohl Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen eingeschlossen werden. Was nun die Bezugsberechtigung angeht, so haben die Arbeitnehmer und seine Hinterbliebenen einen Anspruch auf die Leistungen. Die Beiträge können auf drei verschieden Weisen vom Arbeitgeber, vom Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung oder von beiden gemeinsam finanziert werden.

 

Die Pensionskasse:

Wie bei der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber bei der Pensionskasse eine Rentenversicherung auf das Leben seines Arbeitnehmers ab. Auch hier ist es möglich Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen in den Vertrag einzuschließen. Bei der Pensionskasse handelt es sich um eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung. Sie kann entweder von einem oder mehreren Unternehmen getragen werden und räumt dem Arbeitnehmer oder seinen Hinterbliebenen ein Anrecht auf die entsprechenden Leistungen ein. Was nun die Beiträge angeht, so können diese durch Entgeltumwandlung vom Arbeitgeber, vom Arbeitnehmer oder von beiden gemeinsam finanziert werden.

 

Der Pensionsfonds:

Hierbei handelt es sich um eine unabhängige und selbstständige Versorgungseinrichtung. Der Pensionsfonds erbringt die entsprechenden Altersvorsorgeleistungen und unterliegt der staatlichen Versicherungsaufsicht. Die erbrachten Vorsorgeleistungen des Pensionsfonds werden für die Arbeitnehmer durch Pensionspläne geregelt. Was die Beitragsentrichtung angeht, so wird diese durch den Arbeitgeber in einen Pensionsfonds gezahlt. Genauso wie bei den anderen Varianten kann die Entgeltumwandlung vom Arbeitgeber, vom Arbeitnehmer oder von beiden gemeinsam finanziert werden. Die Versorgungsleistungen werden im Bezugsfall in Form von lebenslangen Rentenzahlungen erbracht.

 

Einer der wesentlichen Vorteile eines Pensionsfonds ist, dass Arbeitnehmer eher als bei den anderen Durchführungswegen bestimmen können ob sie von den Renditemöglichkeiten der Kapitalmärkte einen Nutzen ziehen. Des Weiteren kann im Pensionsfonds der Kapitalanteil der in Aktien angelegt ist deutlich höher angelegt werden als bei den anderen Durchführungswegen. Somit hat man auch größere Chancen um später bessere Leistungen zu erhalten. Man darf andererseits aber nicht vergessen, dass die Risiken hierbei größer sind. Eine Beitragszusage mit Mindestleistung gewährleistet einem, dass mindestens die eingezahlten Beiträge im Versorgungsfall ausbezahlt werden. Die Anlageregulierung übernimmt in diesem Fall die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

 

Die Unterstützungskasse:

Bei der Unterstützungskasse handelt es sich um eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung die einige Trägerunternehmen umfasst. Sie hat sehr vielseitige Aufgaben und entlastet den Arbeitgeber bei der Durchführung der betrieblichen Altersversorgung, bei der Rentnerverwaltung und übernimmt die Kontrolle der steuerlichen Grenzen. Hierbei fungiert der Arbeitgeber als Trägerunternehmen und führt die vom Arbeitnehmer umgewandelten Beitragsteile als Zuwendungen an die  Unterstützungskasse ab.

 

Die Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenleistungen können genauso in den Vertrag eingeschlossen werden. Die Unterstützungskasse sichert ihre Leistungen über den Abschluss von Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen bei einer bestimmten Versicherungsgesellschaft ab. Sie gewährt je nach dem was vereinbart wurde entweder eine einmalige Kapitalzahlung oder eine laufende Rentenzahlung. Aber auch beides ist möglich.

 

Die Pensionszusage:

Die Pensionszusage ist nichts weiter als eine Zusage des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer, im Alter, bei Invalidität oder im Todesfall eine betriebliche Versorgungsleistung zu bezahlen. Für diese Pensionszusage kann der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Gehaltes verzichten.
Der Arbeitnehmer schließt zur Absicherung der Zusage im Normalfall einen entsprechenden Vertrag mit einer Versicherung ab. Vom Arbeitgeber werden während der Laufzeit die Beiträge in die Versicherung einbezahlt. Was nun die vereinbarte Leistung angeht, so zahlt die Versicherung zunähst an den Arbeitgeber, dieser leistet dann die Versorgungsleistungen dementsprechend an dem Arbeitnehmer.

Viele Grüße

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