Die Rentner und die Steuern

von David Panek am 1. März 2013

Gehören Sie auch zu den Millionen von Rentnern die in diesen Tagen Post vom Finanzamt erhalten und freundlich darauf aufmerksam gemacht werden, dass Sie eine Steuererklärung für die letzten sechs Jahre machen müssen? Und das obwohl Ihre wohlverdiente Rente unter dem Existenzminimum liegt.

Hier einige wichtige Tipps wie Sie reagieren sollten……

 

Wie sollen Sie reagieren?

Besonders wichtig ist, dass Sie der Aufforderung des Finanzamtes auch nachkommen. Sollten Sie überhaupt nicht reagieren, so kann das Finanzamt hingehen und Ihre Steuerschuld einfach schätzen, was für Sie sicherlich mit Nachteilen verbunden wäre. Das gute jedoch ist, dass das Finanzamt nicht Ihre volle Rente ansetzt um die Steuerschuld zu ermitteln. Als Einnahme zählt nämlich nur ein entsprechender Teil der Rente. So zahlt man als Rentner so um die 50 bis  64 Prozent und das ist zudem noch von dem individuellen Rentenbeginn abhängig. Doch nicht nur die eigentliche Rente muss versteuert werden. Auch andere Einkünfte die beispielsweise aus Zinsen durch Geldanlagen, Mieteinnahmen oder einen Minijob resultieren, müssen in der Steuererklärung angegeben werden und sind zu versteuern.

 

Was kann man absetzen?

Als Rentner hat man aber auch die Möglichkeit einige Ausgaben Steuermindernd anzusetzen. So können beispielsweise selbst gezahlte Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung im vollen Umfang angerechnet werden. Und hierbei handelt es sich bereits um ca. zehn Prozent der Rente. Auch Werbungskosten können die Rentner ansetzen. Pauschal sind es 102 Euro im Jahr die in diesem Zusammenhang verwendet werden können. Bei höheren Beiträgen ist es nur mit einem entsprechenden Nachweis möglich. Als Rentner kann man aber auch die gezahlte Kirchensteuer, mögliche Spenden oder außergewöhnliche Belastungen ansetzen.

 

Fristverlängerung beim Finanzamt:

Falls auch Sie vom Finanzamt aufgefordert wurden eine Steuererklärung für mehrere Jahre abzugeben, so ist die amtliche Frist von vier Wochen nicht einzuhalten. Hier sollten Sie auf jedem Fall in schriftlicher Form eine Fristverlängerung unter Angabe eines überschaubaren Zeitraumes beim Finanzamt beantragen. Vergessen Sie jedoch nicht, falls Sie dem Fiskus Steuern schulden, Sie entsprechende Zinsen dafür bezahlen müssen. Umso später Sie die Steuererklärung beim Finanzamt abgeben desto höhere Zinsen müssen Sie hinterher auch bezahlen.

 

Fazit:

Sie sollten definitiv der Aufforderung des Finanzamtes nachgehen und Ihre Steuererklärung abgeben. Bedenken Sie, dass Sie im besten Fall wenn Sie von Ihrem zu versteuernden Einkommen alle abzugsfähigen Beiträge abziehen (beispielsweise bei einer kleinen Rente), unter Umständen überhaupt keine Steuern bezahlen müssen. Dies kann beispielsweise der Fall sein wenn Sie unter den Grundfreibetrag von 8.004 Euro fallen.

Viele Grüße

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