Ist eine private Unfallversicherung überhaupt sinnvoll?

von David Panek am 18. November 2013

Viele Bundesbürger fragen sich ob Sie für sich eine private Unfallversicherung abschließen sollen. Fakt ist, dass wir in Deutschland nahezu jedes Risiko dementsprechend absichern können. Doch die eigentliche Frage lautet: was passiert eigentlich bei einem Unfall? Wer leistet in einem solchen Fall und was passiert wenn wir gar keinen Versicherungsschutz haben?

 

Was ist eine private Unfallversicherung und wie ist der Leistungsumfang?

Zunächst einmal handelt es sich bei einer privaten Unfallversicherung um eine freiwillige Versicherung die bei einem Unfall die entsprechende Versicherungsleistung erbringt. Der Versicherungsnehmer vereinbart im Vorfeld mit der Versicherungsgesellschaft eine bestimmte Kapitalsumme oder eine Unfallrente die auch bei einem eitretenden Unfall geleistet wird. Das besondere bei einer privaten Unfallversicherung ist, dass sie im Gegensatz zu der gesetzlichen Unfallversicherung auch für alle Unfälle leistet, die sowohl im Haushalt als auch in der Freizeit passieren.

 

Doch Vorsicht! Für eine private Unfallversicherung ist ein Unfall nicht gleich ein Unfall. Denn für eine Unfallversicherung liegt erst ein Unfall vor wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ein Unfall liegt daher vor…..

 

…….wenn der Versicherte durch ein plötzlich von außen, auf seinen Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

 

Sobald jedoch die genannten Voraussetzungen erfüllt sind, leistet die Unfallversicherung einerseits bei der Wiederherstellung der Gesundheit und andererseits in Form einer Rente im Fall einer Invalidität. Doch auch andere Leistungen wie beispielsweise die Zahlung einer Todesfallsumme an die Hinterbliebenen ist absicherbar. Aber auch mögliche Kapitalzahlungen bei Verlust eines Gliedmaßes können genauso in den Versicherungsumfang mit eingeschlossen werden.

 

Wann leistet eine private Unfallversicherung nicht?

Das entspricht vollkommen der Wahrheit, dass die private Unfallversicherung in bestimmten Fällen nicht leistet. Sollte beispielsweise eine Invalidität oder eine Berufsunfähigkeit durch eine Krankheit eintreten, so leistet die Unfallversicherung in den meisten Fällen auch nicht. Genauso verhält es sich bei einem möglichen Bandscheibenvorfall. Auch hier würde eine Unfallversicherung nicht leisten. Doch auch hier gibt es einige Möglichkeiten wie man den Versicherungsschutz ein wenig erweitern kann. So kann man beispielsweise Verletzungen die durch erhöhte Kraftanstrengung passieren können, in den Versicherungsschutz miteinschließen.

 

Auch Risikosportarten und gefährliche Berufe werden in der Regel von den Versicherungsgesellschaften beim Abschluss einer Unfallversicherung von vornherein ausgeschlossen. Daher sollten Sie darauf achten, dass Sie die Bedingungen der einzelnen Tarife gründlich prüfen. So kann man beispielsweise bei einem Unfallversicherung Vergleich mögliche Ausschlüsse von vornherein erkennen und dementsprechend einen anderen Tarif oder Versicherer wählen. Denn es kann durchaus sein, dass bei der Versicherungsgesellschaft A ein bestimmter Beruf oder eine Sportart vom Versicherungsschutz ausgeschlossen wird, während genau dieselben Risiken bei der Versicherungsgesellschaft B überhaupt keinen Problem darstellen.

 

Zu den am häufigsten ausgenommenen Sportarten gehören unter anderem Fallschirmspringen, Paragliding, Drachenfliegen, Extrem-Bergsteigen, Autorennfahren oder Piloten ähnliche Sportarten. Man muss jedoch dazu sagen, dass die Versicherungen diesen Bereich sehr individuell handhaben. Die zu den am meisten ausgeschlossenen Berufsgruppen zählen beispielsweise: Berufssoldaten, Berufstaucher, Pyrotechniker oder Sprengmeister. Doch auch hier gibt es Versicherer, die unfallgefährdete Freizeit- und Berufstätigkeiten zu einen bestimmten Risikoaufschlag absichern.

 

Welche Versicherungsleistungen sollten in einer Unfallversicherung unbedingt enthalten sein?

Die mit Abstand wichtigsten Leistungen in einer privaten Unfallversicherung sind, die Absicherung für den Invaliditätsfall sowie die Zahlung einer Unfallrente. Bei der Invaliditätsleistung sollte Sie darauf achten, dass Sie auch ausreichend abgesichert sind. Um auf Nummer sicher zu gehen sollten Sie daher eine entsprechende Progression miteinbauen. Zudem können nach Belieben beispielsweise kosmetische Operationen, Bergungskosten oder Sofortleistungen bei schwerwiegenden Verletzungen in den Versicherungsumfang aufgenommen werden. Aber auch eine Erweiterung um Bereiche wie Krankentagegeld, Genesungsgeld oder aber Unfall-Tagegeld ist durchaus möglich. Grundsätzlich empfiehlt es sich jedoch die unterschiedlichen Tarife und Leistungen einer privaten Unfallversicherung miteinander zu vergleichen.

Viele Grüße

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