Lebensversicherungen und der Niedrigzins (Teil 1)

von David Panek am 10. Dezember 2012

Viele Verbraucher fragen sich zurzeit was sie mit ihren Lebensversicherungen in Zeiten der Euro-Rettung und des Niedrigzinsniveaus tun sollen?

Denn eines ist sicher. Niemand möchte sein hart Erspartes verlieren!

 

Das Problem der Lebensversicherungen:

Tatsache ist, dass Lebensversicherungen auf längere Sicht viel zu niedrige Renditen erwirtschaften. Die Versicherungsgesellschaften sind dazu gezwungen die Gelder zum größten Teil in sichere Anlagen zu investieren. Und dazu gehören nun mal zum größten Teil deutsche Staatsanleihen. Da Deutschland jedoch auf der Internationalen Ebene als zuverlässiger Schuldner angesehen wird, sind eben die Bundespapiere gefragt. Denn der Vater Staat bezahlt nun mal dafür niedrige Zinsen. Demzufolge erwirtschaften 10 Jahre laufende Staatsanleihen zurzeit so um die 1,32 Prozent Rendite. Was nicht gerade prickelnd ist.

 

Die Lebensversicherungen sind jedoch gesetzlich dazu verpflichtet ihren neuen Beitragszahlern eine so genannte Mindestverzinsung auf den Sparanteil von 1,75 Prozent zu garantieren. Und das sogar über die ganze Laufzeit. Für Altverträge können es sogar bis zu 4 Prozent sein. Bereits jetzt schon warnt der Bundesfinanzausschuss davor, dass in Zukunft das eine oder andere Unternehmen aufgrund dieser brisanten Thematik in die Schieflage geraten könnte. Denn sehr viele der Lebensversicherungsgesellschaften könnten möglicherweise seinen Verpflichtungen ab dem Jahre 2018 nicht mehr nachkommen, falls die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen auf lange Sicht bei 2,1 Prozent bleiben sollte.

 

Doch was passiert eigentlich bei einer Inflation bzw. wenn möglicherweise die Zinsen wieder ansteigen sollten?

Vor solch einem Szenario graut es bereits jetzt schon einige Finanzexperten. Denn ein abrupt ansteigendes Zinsniveau würde die davor erworbenen Anleihen mit den Mindestzinsen in den Depots der Versicherer entwerten. Was eine sehr gefährliche Situation wäre, weil diese Papiere keiner mehr kaufen würde. Doch eine mögliche ansteigende Inflation mit ansteigenden Zinsen ist jedoch schon aufgrund der aktuellen Staatsverschuldung im Europäischen Raum auf Dauer ein sehr wahrscheinliches und nicht zu unterschätzendes Szenario.

 

Bereits jetzt schon hört man den einen oder anderen Finanzexperten sagen, dass die Versicherten der Lebensverscherungen aufgrund dieser so brisanten Thematik die Euro Rettung dadurch teuer bezahlen würden.

Viele Grüße

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