Lohnt sich eine bAV?

von David Panek am 15. Juli 2013

Es ist schon verwunderlich, dass noch immer sehr viele Chef´s den Aufwand scheuen um für seine Mitarbeiter eine entsprechende betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu installieren. Doch andererseits scheint es auch so zu sein, dass viele Mitarbeiter über das Thema einfach zu wenig informiert sind.

 

Zahlen, Daten, Fakten rund um die Rente:

Wenn man sich nur die Zahlen bezüglich des aktuellen Rentenniveaus anschaut, dann müsste einem fast schon angst und bange werden. So liegt das besagte Rentenniveau vor Steuern abzüglich der Sozialabgaben aktuell bei ca. 51 Prozent. Doch der Sinkflug geht weiter, sodass man davon ausgeht, dass es bis 2030 auf 43 Prozent sinken wird. Ein Rentner der über 45 Jahre ein durchschnittliches Gehalt eingefahren hat und seine Beiträge brav in die Rentenkasse einbezahlt hat, bekommt umgerechnet um die 43 Prozent des Durchschnittsverdienstes was sicherlich nicht gerade berauschend ist. Ein Versicherter muss heutzutage 27 Jahre lang ein durchschnittliches Gehalt einfahren um im Rentenalter wenigstens 686 Euro Rente monatlich zu bekommen. Und besser wird es wohl nicht mehr werden.

 

Kann eine bAV die Lösung des Problems sein?

Klar ist, dass die bAV eine sehr attraktive Form der Altersvorsorge ist. Denn der Spareffekt im Bereich der Entgeltumwandlung ist der, dass Teile des Bruttogehalts in die betriebliche Altersvorsorge gehen.

 

Beispiel:

Bei einem Nettogehalt in Höhe von 1.650 Euro, bei dem 100 Euro vom Bruttogehalt für die entsprechende betriebliche Altersvorsorge abgehen, werden tatsächlich 1.600 Euro Netto ausbezahlt. Der Aufwand beläuft sich hier also auf 50 Euro. Im Klartext bedeutet das, dass 100 Euro direkt in eine entsprechende bAV fließen und das kommt dem Sparer zugute. Und das gute dabei ist, dass dabei keine Abzüge für Sozialabgaben oder Steuern anfallen.

 

Wenn man die bAV auf diese Art und Weise betrachtet, so muss man sagen, dass es sich hierbei um eine wirklich interessante Form der Altersvorsorge handelt. So können bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze für das Alter aufgewendet werden. Zusätzlich können noch 1.800 Euro steuerfrei einbezahlt werden was für den Sparer ein klarer Vorteil ist. Zudem kann man sich bei der Auszahlung der Betriebsrente das Kapital komplett ausbezahlen lassen, jedoch fallen hier Sozial- und Steuerabgaben an. Als Gegenargument muss man jedoch hinzufügen, dass die entsprechende Belastung um einiges kleiner ausfällt als in der aktiven Berufszeit.

 

Welche Durchführungswege stehen einem zur Verfügung?

Die betriebliche Altersvorsorge bietet einem insgesamt fünf folgende Durchführungswege zur Verfügung:

 

  • Direktversicherung
  • Pensionskasse
  • Pensionsfonds
  • Unterstützungskasse
  • Pensionszusage

 

Ein wesentlicher Vorteil der bAV liegt darin, dass sich eben alle Wege miteinander kombinieren lassen. So können also Arbeitgeber gleich mehrere Wege gleichzeitig fahren. Worin sich die entsprechenden Durchführungswege von einander unterscheiden, können Sie in meinem Artikel „Die Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung“ genauer nachlesen.

 

Doch auch andere Vorteile im Bereich der bAv lassen sich nicht von der Hand weisen. So ist auch möglich eine Direktversicherung und einer Riester-Förderung zu kombinieren. Für Arbeitnehmer entstehen hierdurch natürlich immense Chancen Förderungen einzufahren und Steuern zu sparen. Allein bei den Steuern sind es hier 2.100 Euro die eingespart werden können. Dazu kommen noch pro Kind 185 Euro als Zulage hinzu, für weitere Kinder mit einem Geburtsdatum nach 2007 sind es noch einmal 300 Euro. Aber auch Ergänzungen im Bereich der bAV sind ohne Probleme möglich. So kann beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung in einen Vertrag eingeschlossen werden. Dadurch wird die Hinterbliebenenabsicherung gewährleistet.

Viele Grüße

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