Private Rente – Nicht geförderte Formen der Altersvorsorge!

von David Panek am 18. März 2013

Die private Rente kann auf unterschiedlichste Weise durchgeführt werden. So kann man neben den geförderten Formen der Altersvorsorge auf unterschiedliche nicht geförderte Varianten der privaten Rente zurückgreifen.

Und dazu gehören nun mal alle erdenklichen Maßnahmen die einem dazu verhelfen sich im Alter ein gewisses finanzielles Polster aufzubauen. Auch wenn man für diese Maßnahmen keine Förderungen vom Vater Staat erhält, so kann die eine oder andere Form der Altersvorsorge so einige Vorteile mit sich bringen.

 

Welche NICHT geförderten Formen der Altersvorsorge kann man nutzen?

 

Immobilien & Eigentum:

Eine der wahrscheinlich besten und zukunftssichersten Formen der Altersvorsorge ist die Investition in Immobilien. Derjenige der eine Immobilie erwirbt und die auch noch selbst bewohnt, hat zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn neben der Kosteneinsparung für die Miete verschafft man sich dadurch ein viel größeres finanzielles Polster. Doch nicht nur Selbstbewohnte Immobilien eignen sich super um privat vorzusorgen. Auch erworbene Immobilien die im Nachhinein vermietet werden, werfen eine hervorragende Rendite ab und sind eine hervorragende Möglichkeit um private Rente zu betreiben. Mit den laufenden Mieteinnahmen kann man nämlich eine monatliche private Rente generieren und mögliche Einkommenseinbußen dadurch im Ruhestand ausgleichen.

 

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass Fremdgenutzte Immobilien zudem so einige Steuervorteile mit sich bringen die bereits im Erwerbsalter zum tragen kommen können. Eine Investition in Immobilien ist steuerlich gesehen um einiges vorteilhafter als zum Beispiel eine Investition in Aktien oder andere Anlageklassen. Für diejenigen die aus welchen Gründen auch immer nicht in eine eigene Immobilie investieren wollen, bietet es sich an beispielsweise in offene Immobilienfonds oder geschlossene Beteiligungen zu investieren.

 

Lebensversicherungen:

Auch mit Lebensversicherungen kann man etwas für die eigene private Rente tun. Und allgemein scheinen die Lebensversicherungen für die Bundesbürger als Altersvorsorge unglaublich angesagt zu sein. Denn wenn man sich die Vergangenheitsbetrachtung der Lebensversicherungen ansieht so gab es in Deutschland tatsächlich zeitweise mehr Lebensversicherungspolicen als Einwohner. Dies war jedoch dadurch begründet, weil die Lebensversicherungen viele Vorteile mit sich brachten, die im laufe der Zeit leider nach und nach wegfielen. So waren noch nicht vor so langer Zeit die Erträge aus Lebensversicherungen nach einer Vertragslaufzeit von mindestens zwölf Jahren komplett steuerfrei.

 

Mittlerweile ist es so, dass Erträge aus den Lebensversicherungen in der Regel alle versteuert werden müssen, was eine Investition in eine Lebensversicherung sicherlich nicht ganz so spannend macht. Aus diesem Grund tendieren immer mehr deutsche Sparer hinsichtlich der Wahl der Lebensversicherung zu englischen Policen, die allein schon aufgrund ihrer Renditechancen um einiges interessanter sind. Der Hauptvorteil der englischen Versicherungen liegt hierbei darin, dass sie sich in der Regel stärker am Aktienmarkt einbringen können, was sich in der Renditeentwicklung in positiver Weise widerspiegelt.

 

Rentenversicherungen:

So ähnlich beliebt bei den Deutschen wie die Lebensversicherungen waren und sind die Rentenversicherungen. Denn bei den privaten Rentenversicherungen handelt es sich um eine sehr gute und vor allem eine sehr sichere Form der Altersvorsorge die nicht nur als eine staatlich geförderte Variante sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbstständige viele Vorteile mit sich bringt.

 

Was nun die Leistungen angeht, so bestehen diese bei einer privaten kapitalgedeckten Rentenversicherung, je nach dem welche Vertragsgestaltung man gewählt hat, in Form einer lebenslangen Rente (mit oder ohne Garantiezeit). Zudem kann eine entsprechende Todesfallleistung in den Vertrag eingeschlossen werden. Ein sicherlich nicht zu unterschätzender Vorteil ist, dass eine private Rente aus einem solchen Versicherungsvertrag auch vererbt werden kann. Zudem kann eine private Rentenversicherung je nach Bedarf um weitere Risikoversicherungen (zum Beispiel Berufsunfähigkeit) ergänzt werden.

 

Private Rente – Für welche Form soll man sich letztendlich entscheiden?

Grundsätzlich kann man festhalten, dass man als Anleger eine Geldanlagestrategie verfolgen sollte, die zu der entsprechenden Lebenssituation passend ist. Ob es sich hierbei um eine Investition in die eigene Immobilie oder den Abschluss einer Rentenversicherung handelt, ist jedem selbst überlassen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die monatlichen Belastungen die man bereit ist für seine private Rente zu investieren über mehrere Jahre durchgehalten werden. Denn für die eigene Altersvorsorge bringt das natürlich nicht viel wenn man bereits nach wenigen Jahren beispielsweise seinen Rentenversicherungsvertrag beitragsfrei stellt oder gar nicht mehr hineinbezahlt.

 

Zudem muss man sagen, dass in der Regel fast alle Formen der privaten Altersvorsorge auf eine längerfristige Zeit ausgelegt sind. So muss man sich dessen bewusst sein, dass vorzeitige Kündigungen oder Beitragsfreistellungen im Bereich der Verträge im Hinblick auf die spätere Rente Nachteile mit sich bringen. So können dadurch beispielsweise Kapitalverluste zustande kommen oder die private Rente fällt um einiges kleiner aus.

 

Welche private Altersvorsorge Sie für sich auch immer umsetzen wollen, Sie sollten sich bei Ihrer Entscheidung letztendlich auf Ihr Bauchgefühl verlassen. Aber auch eine gesunde Mischung im Bereich der unterschiedlichen Investitionen (Eigentum, Fonds, Renten- oder Lebensversicherungen) ist auf jedem Fall sinnvoll.

Viele Grüße

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

{ 0 Kommentare… füge jetzt einen hinzu }

Hinterlasse einen Kommentar

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: