Sich um die Finanzen der Eltern kümmern

von David Panek am 12. Januar 2015

Wenn die eigenen Eltern ein bestimmtes Alter erreichen, dann wird es langsam Zeit, dass sich die Kinder um die Finanzen der Eltern kümmern. Denn eines ist sicher. Wer sich rechtzeitig um das Geld, die Finanzen, die Steuern und Versicherungen kümmert, wird wenn es darauf ankommt keine bösen Überraschungen erleben.

 

Doch wie sollte man dabei vorgehen?

Sich einen Überblick über die Finanzen der Eltern verschaffen:

Als allererstes sollte man über dieses Thema mit seinen Eltern sprechen. Man sollte ihnen deutlich machen, dass man sie in diesem Bereich unterstützen möchte. Das wichtigste dabei ist, dass die Eltern das Gefühl haben, dass ihnen geholfen wird. Danach sollte man sich (am besten gemeinsam mit den Eltern) über alle Dokumente und Unterlagen der Eltern einen Überblick verschaffen. Hier ist es besonders wichtig sich gleich vom Anfang an aufzuschreiben, welche Einnahmen und welche Ausgaben die Eltern haben? Gibt es bei den Ausgaben eine monatliche oder eine jährliche Zahlweise? Welche Ersparnisse gibt es? Wie sieht es aus mit den Renteneinnahmen oder gibt es noch weitere Sparverträge? All diese Dinge müssen als erstes geklärt werden.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt, ist die Erbschaft. Hier können bereits im Vorfeld wichtige Dinge geklärt bzw. vermieden werden. So sollten in diesem Zusammenhang auch Grundbuch-Einträge oder bestehende Kredite geprüft werden. In vielen Fällen ist es so, dass eine Grundschuld noch im Grundbuch eingetragen ist, obwohl die Eltern schon lange Schuldenfrei sind. Für den Fall eines Erbfalls ist es daher ratsam, diese frühzeitig und noch zu Lebzeiten auszutragen.

 

Wenn man sich den Überblick über die Finanzen der Eltern verschafft hat, muss man (wenn noch möglich zusammen mit den Eltern) überlegen, welche Verträge wie zum Beispiel Versicherungen, Policen, Vereinsmitgliedschaften etc. gekündigt werden können. Vor allem wenn es um Versicherungen geht, so kann es sein, dass die Eltern Verträge laufen haben die schon lange nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen. Sinnvoll ist es, diese sowieso alle zwei Jahre zu überprüfen und diese eben auf den neusten Stand zu bringen.

 

Sich Vollmachten ausstellen lassen:

Zunächst muss gesagt werden, dass die Eltern so lange es geht, alles was an Schriftverkehr anfällt, selbst unterzeichnen sollten. Erst wenn das nicht mehr möglich ist, muss  man sich über entsprechende Vollmachten Gedanken machen. Und diese sind dringend notwendig. Denn wenn es darauf ankommt, dürfen die Kinder ihre Eltern dann nicht mehr vertreten. Eine der wichtigsten Vollmachten ist hier die „Vorsorge-Vollmacht“! Und diese sollte frühzeitig und solange die Eltern im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind ausgestellt werden. Erst mit dieser Vollmacht können die Kinder für die eignen Eltern entsprechende Entscheidungen treffen.

 

Eine ganz besondere Rolle spielen hier Vollmachten, die sich auf Vermögensgeschäfte der Eltern beziehen. Hier ist es ganz wichtig, dass gerade diese Vollmachten, notariell beglaubigt sind. Doch leider reichen bei einigen Banken die notariell beglaubigten Vollmachten nicht immer aus. So verlangen manche Banken tatsächlich Kontovollmachten die auf bankeigenen Formularen ausgestellt sind. Hier gilt es also sich rechtzeitig um diese Dinge zu kümmern.

Viele Grüße

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

{ 0 Kommentare… füge jetzt einen hinzu }

Hinterlasse einen Kommentar

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: