Wann wird das Krankentagegeld ausbezahlt?

von David Panek am 29. November 2012

Im Bereich der Krankentagegeldversicherung ist es möglich ein Krankentagegeld in Höhe von 100 Prozent des letzten Nettoeinkommens zu vereinbaren. Damit wäre man für den schlimmsten Fall also der Arbeitsunfähigkeit gut abgesichert um einen drohenden Verdienstausfall finanziell ausgleichen zu können.

 

Doch bevor wir uns  mit der Berechnung der Versorgungslücke im Bereich des Krankentagegeldes beschäftigen, sollten wir uns anschauen wie sich die gesetzlichen Leistungen in Form des Krankengeldes zusammensetzen.

 

Gesetzliche Absicherung:

Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit hat man als Arbeitnehmer aber vor allem als Selbständiger ein großes finanzielles Problem. Denn das Nettogehalt reicht bei einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit vorne und hinten nicht aus. Und speziell bei Selbständigen stellt sich diese Situation als ein immenses Problem dar. Denn sie müssen vom ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit den kompletten Einkommensverlust verkraften.

 

Die Arbeitnehmer hingegen erhalten erst einmal für max. 6 Wochen eine Gehaltsfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber. Erst danach bei andauernder Arbeitsunfähigkeit bezahlt die gesetzliche Krankenversicherung ein begrenztes Krankengeld.

 

Die entsprechende Lücke entsteht somit aus dem bisherigen Nettoeinkommen und dem durch die gesetzliche Krankenversicherung ausbezahlten Krankengeld. Und genau diese Lücke kann man mit einer Krankentagegeldversicherung schließen.

 

Wie errechnet sich die Versorgungslücke?

Bei den gesetzlich Krankenversicherten ergibt sich das Krankengeld aus dem Brutto bzw. dem Nettoeinkommen. Um genauer zu sein werden 70 Prozent des Bruttoeinkommens bzw. maximal 90 Prozent des Nettoeinkommens als Krankengeld ausbezahlt. Als Berechnungsgrundlage gilt jedoch die Beitragsbemessungsgrenze die bei der Berechnung des Krankengeldes zugrunde gelegt wird. Verdient somit ein Arbeitnehmer z.B. 4.500 Euro Brutto, so gilt die Beitragsbemessungsgrenze als Berechnungsgrundlage für das Krankengeld.

 

Hinweis:

Die Beitragsbemessungsgrenze liegt im 2012 bei 3.825 Euro.

 

Fazit:

Die Krankentagegeldversicherung ist besonders für Selbständige ein absolutes Muss. Denn gerade für sie könnte ein vereinbartes Krankentagegeld existenzsichernd sein. Aber auch für Arbeitnehmer ist eine Krankentagegeldversicherung eine sehr sinnvolle Versicherung. Denn im Falle einer Arbeitsunfähigkeit kann es sogar sein, dass man die Zins- und Tilgungsraten für das Eigentum nicht mehr tragen kann.

Viele Grüße

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