Was ist Dienstunfähigkeit?

von David Panek am 27. Januar 2013

Eine drohende Dienstunfähigkeit kann sich speziell bei Beamten sehr problematisch auswirken. Doch zunächst sollte man sich die Frage stellen, was ist eigentlich Dienstunfähigkeit und welche Folgen kann diese mit sich bringen?

Doch der Reihe nach….

 

Was bedeutet Dienstunfähigkeit?

Unter dem Begriff „Dienstunfähigkeit“ versteht man, dass Beamte aufgrund einer Erkrankung oder infolge eines sowohl körperlichen als auch geistigen Leidens nicht in der Lage sind ihrer Arbeit nachzugehen. Hierbei sollte man jedoch erwähnen, dass Beamte bei bestimmten Voraussetzungen im Falle einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit ein Ruhegehalt erhalten können.

 

Man darf jedoch nicht vergessen, dass diese staatliche Geldleistung nicht ganz ausreichend ist, so dass man für sich eine zusätzliche private Versicherung mit besonderen Bedingungen realisieren sollte. Beamte sind vor allem in den ersten fünf Dienstjahren nicht vor einer möglichen Dienstunfähigkeit geschützt, so dass diese Lücke definitiv geschlossen werden sollte. Der entsprechende Versicherungsschutz wird in Form einer so genannten Dienstunfähigkeitsversicherung angeboten.

 

Beamte und die Versorgung im Falle einer Dienstunfähigkeit:

Da Beamte ganz besonderen Regelungen unterliegen, sollte ein entsprechender Versicherungsschutz ganz individuell auf die persönlichen Bedürfnisse eines Beamten zugeschnitten werden. Wie bereits oben erwähnt, sind Beamte in den ersten fünf Jahren so zusagen sich selbst überlassen. Denn sie erhalten in diesem Zeitraum im Falle einer krankheitsbedingten Dienstunfähigkeit kein Ruhegehalt.

 

Erst nachdem diese Wartezeit vorüber ist, haben Beamte einen Anspruch auf ein so genanntes Mindestruhegehalt das um einiges höher ist als die Versorgungsleistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Aufgrund dieser Tatsache ist es daher enorm wichtig diese bestehende Lücke zu schließen um dementsprechend vorzusorgen.

 

Beamte und die private Zusatzabsicherung:

Zu beachten ist, dass die allseits bekannte Berufsunfähigkeitsversicherung die bestehenden Risiken sowohl von Beamten als auch von Soldaten keinesfalls abdeckt, wenn eine so genannte Beamtenklausel darin nicht enthalten ist. Daher ist es ratsam in einen Berufsunfähigkeitsvertrag diese Dienstunfähigkeitsklausel einzuschließen und zudem sollte diese nach Möglichkeit sehr detailliert formuliert sein. Erst dann hat man die Gewissheit, dass im Vertrag die Gleichstellung Berufsunfähigkeit und Dienstunfähigkeit sichergestellt ist.

 

Nichtsdestotrotz sollte  man die Versicherungsbedingungen und die entsprechende Klausel sehr genau unter die Lupe nehmen, so dass im Falle einer Dienstunfähigkeit diese keinesfalls anfechtbar ist. Denn nur dann erhalten die Beamten bei Bescheinigung einer dauerhaften Dienstunfähigkeit die entsprechende Berufsunfähigkeitsrente auch ausbezahlt. Zudem ist es wichtig, dass Beamte bereits in jungen Jahren eine auf sie zugeschnittene Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen um ihre Versorgungslücke zu schließen. Diese sollte vor allem zu Beginn höher angesetzt werden und kann nach und nach mit den steigenden Ansprüchen aus dem Beamtenverhältnis reduziert werden.

Viele Grüße

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...

{ 1 Kommentar… lies ihn unten oder füge einen hinzu }

Peter Sieverth März 10, 2013 um 16:42 Uhr

Der Einschluß einer Dienstunfähigkeitsklausel in den Versicherungsvertrag ist ganz wichtig. Da nur wenige Versicherungen diese Sonderklauseln anbieten, ist die persönliche Beratung bei einem unabhängigen Versicherungsexperten nur zu empfehlen. So können auch alle persönlich relevanten Kriterien berücksichtigt werden.

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Vorheriger Beitrag:

Nächster Beitrag: