Welche Informationen hat die Schufa über Sie?

von David Panek am 13. Mai 2013

Es spielt keine Rolle ob Sie einen Kredit beantragen, einen Leasingvertrag aufnehmen oder einfach nur einen Handyvertrag abschleißen. Die Schufa speichert dabei alle erforderlichen Informationen über Sie die sie wiederum von ihren Vertragspartnern zur Verfügung bekommt. Doch was ist eigentlich die Aufgabe der Schufa und was sollte man als Verbraucher über die Schufa wissen?

Doch der Reihe nach…………….

 

Die Aufgaben der Schufa:

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) hat die Aufgabe Daten über die Verbraucher zu sammeln. So rufen Banken, Sparkassen oder Unternehmen täglich sage und schreibe über 275.000 Mal die entsprechenden Daten ab und fällen anschleißend die Entscheidung, ob beispielsweise ein Kunde einen Kredit oder eben einen Handyvertrag bekommt. Doch zum Leidwesen der Verbraucher sind öfter mal diese Informationen nicht richtig.

 

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass es sich bei der Schufa sozusagen um eine Sammelstelle handelt, bei der in der Regel alle persönlichen Daten des Verbrauchers, die Anzahl der Girokonten und die Anzahl der Kreditkarten gespeichert werden. Nicht zuletzt können aber auch die Höhe einer von einer Bank oder Sparkasse genehmigten Kreditgrenze, die laufenden Darlehensverpflichtungen oder eben auch die bestehenden offenen Rechnungen abgefragt werden.

 

Was sind Negativmerkmale?

Besonders Banken oder Sparkassen erkundigen sich bei der Schufa oder eben bei anderen Auskunfteien über ihre Kunden. Das geschieht wenn ein Kunde ein neues Konto eröffnen möchte oder eben wenn er einen Kredit aufnehmen will. Doch nicht nur Kreditinstitute wollen auf diese Informationen zurückgreifen, sondern auch Versicherungsgesellschaften, Bausparkassen, Versandhändler, Telefonanbieter, Kaufhäuser und auch Vermieter haben ein großes Interesse an diesen sensiblen Daten. Der Grund hierfür ist, dass Kunden es genau wissen wollen mit wem sie es eben zu tun haben. Und die Auskunfteien wie beispielsweise die Schufa stellen ihnen diese Informationen zur Verfügung.

 

Bei der Einholung dieser Informationen schauen die Auskunftssuchenden besonders darauf ob der Kunde Negativmerkmale hat. Das bedeutet: Hat möglicherweise der Kunde es versäumt seine Kreditraten an die Bank zu bezahlen, ist er möglicherweise im Zahlungsrückstand, wurden Mahnbescheide gegen ihn erlassen oder droht hier sogar eine Verbraucherinsolvenz. All das sind sehr wichtige Informationen für die Auskunftssuchenden. Denn ein Kreditinstitut beispielsweise hätte die Information, dass ein Kunde überschuldet ist und würde dann mit einer Kreditabsage an den Kunden reagieren. Doch das ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Denn ein Negativeintrag würde bedeuten, dass man als Kunde keinen Handyvertrag bekommt, man nur schwer ein Girokonto erhält oder im schlimmsten Fall keine Wohnung anmieten kann.

 

Was ist Scoring:

Die Schufa bewertet alle Auskünfte die sie erhält mit einem Punktesystem und dies geschieht in Form eines so genannten Scores. Über die Einzelheiten ist nicht viel bekannt und die Schufa verrät es auch nicht wie das Scoring funktioniert. Eines ist jedoch bekannt. Nämlich, dass der Wert zwischen 1 und 100 liegen kann. Je niedriger der Wert ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde seine Schulden nicht zurückzahlen kann. Das größte Problem dabei ist, dass der entsprechende Score aus statistischen Vergleichswerten besteht und die persönliche Situation des Kunden sich tatsächlich besser darstellt als von der Schufa angenommen. Zumal die Schufa keinerlei Daten über das Einkommen oder eben über die Ersparnisse des Kunden erfasst.

 

Was für viele Verbraucher besonders ärgerlich ist, dass sich die Fehler bei der Schufa häufen. So ist es schon oft vorgekommen, dass Kunden die bei mehreren Kreditinstituten nach einem Kredit angefragt haben und danach einen schlechteren Scorewert erhalten haben. Hier scheint es sich jedoch um einen grundsätzlichen Fehler zu handeln. Denn falls die Bank beispielsweise eine falsche Suchanfrage stellt, so geht die Auskunftei davon aus, dass der Kunde auch wirklich einen Kredit aufgenommen hat oder dass der Kredit möglicherweise abgelehnt wurde. Und das ist wie Sie sich denken können durchaus problematisch. Denn dadurch verschlechtert sich der Scorewert und das obwohl ein entsprechender Geldbetrag nie ausbezahlt wurde.

 

Warum Sie eine Schufa-Auskunft über sich anfordern sollten?

Es kann sich durchaus lohnen hin und wieder eine Schufa-Auskunft über sich zu stellen um zu prüfen ob die gespeicherten Daten auch stimmen. Viele Verbraucherschützer sagen sogar, dass man das einmal jährlich tun sollte. Was dabei viele nicht wissen ist, dass nach dem § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes dies einmal pro Jahr sogar kostenlos ist. Falls auch Sie eine Schufa-Auskunft über Sie einholen wollen, dann können Sie es unter dem folgenden Link tun: www.meineschufa.de. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie auch die kostenlose Version anklicken. Denn viele machen den Fehler und wählen die falsche aus und müssen auch dafür bezahlen.

 

Falls Sie veraltete oder sogar falsche Einträge über sich entdecken, sollten Sie dies sofort korrigieren. Das kann man tun indem man der Schufa einen Brief schreibt und den kompletten Sachverhalt äußert. Normalerweise reagiert die Schufa auch darauf und ändert die entsprechenden Daten ab.

Viele Grüße

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