Wie Sie Steuern sparen können?

von David Panek am 12. August 2013

Die Arbeitnehmer freuen sich derzeit zu Recht über steigende Gehälter. Doch einen kleinen Hacken gibt es hier. Denn unter dem Strich bleibt nicht viel netto übrig.

Warum ist es so?

Tatsache ist, dass nach vielen schlechten Jahren die deutschen Arbeitnehmer aus den guten Tarifverträgen verbunden mit der positiven Konjunktur einen Nutzen ziehen. So ist es keine Seltenheit, dass es Gehaltssteigerungen von bis zu drei bis vier Prozent gibt. Das Problem ist jedoch dass von diesen erfreulichen Einkommenssteigerungen ungefähr die Hälfte beim Arbeitnehmer ankommt. Was den einen oder anderen ganz schön ärgern dürfte. Das Hauptproblem dabei ist, dass die Steuerbelastung bei einer entsprechenden Gehaltserhöhung viel mehr steigt als der Bruttolohn. Und die Schuld trägt hierbei unser Steuertarif. Denn dieser steigt, je höher das entsprechende Einkommen ist.

 

Wann greift der Spitzensteuersatz?

Nun dieser liegt bei 42 Prozent. Doch wer denkt, dass er nicht so schnell die genannten 42 Prozent erreicht, könnte sich ganz schön täuschen. Denn bei Ledigen ist das bereits bei einem Jahresbrutto von knapp 53.000 Euro der Fall. Danach steigt der Steuersatz erst einmal nicht weiter an. Erst wenn man mit seinem Jahreseinkommen die magische Grenze von 250.731 Euro erreicht, steigt der Steuersatz von 42 auf 45 Prozent. Hierbei spricht man von der so genannten Reichensteuer.

 

Doch auch hier könnte es frühestens in Oktober einige Änderungen geben. Denn die SPD plant, das Jahresbrutto bei Singles auf 64.000 Euro zu erhöhen. So soll dieser Steuersatz der zwischen 64.000 Euro und 100.000 Euro liegen soll, schrittweise von 42 auf 49 Prozent steigen. Derjenige bei dem eine Gehaltserhöhung ansteht, muss sich so einiges einfallen lassen um am Ende die entsprechenden Steuern sparen zu können. Und auch hier gibt es seitens des Gesetzgebers so einige Möglichkeiten um dieser Besteuerung entgegenzuwirken. So kann man mit seinem Arbeitgeber vereinbaren, dass eine Gehaltserhöhung nicht wie üblich ausbezahlt wird und demzufolge auch versteuert wird, sondern in Form unterschiedlicher steuerfreie Zuschusse geleistet wird.

 

Steuern sparen – Welche Steuerfreie Gehaltsextras gibt es?

 

Steuern sparen – Fahrkostenzuschuss:

Hierbei handelt es sich um die Zahlung eines Fahrkostenzuschusses. So können hier 30 Cent je Kilometer einfache Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit dem eigenen Kfz geleistet werden. Doch auch andere Verkehrsmittel können bis zu 4.500 Euro im Jahr als Fahrkostenzuschuss angesetzt werden. Fairerweise muss man erwähnen, dass es sich hierbei nicht ganz um eine steuerfreie Angelegenheit handelt. Denn der Arbeitgeber zahlt in der Regel eine pauschale Lohnsteuer die bei 15 Prozent liegt.

 

Steuern sparen – Rabattfreibetrag:

Hierbei können durch den Arbeitnehmer Waren und Dienstleistungen von seinem Arbeitgeber verbilligt erworben werden. In diesem Zusammenhang wird ein so genannter Rabattfreibetrag in Höhe von 1.080 Euro gewährt der nicht versteuert werden muss.

 

Steuern sparen – Kindergartenzuschuss:

Es handelt sich um einen steuerfreien Zuschuss des Arbeitgebers der zusätzlich zu den zu den Kosten die einem Arbeitnehmer für die Unterbringung eines noch nicht schulpflichtigen Kindes anfallen.

 

Steuern sparen – Telekommunikation:

Hierbei handelt es sich um die private Nutzung von PC´s oder Handys, die dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber steuerfrei zur Verfügung gestellt werden.

 

Steuern sparen – Benzingutscheine:

Der Arbeitgeber hat die Möglichkeit seinen Angestellten monatlich einen Benzingutschein bis zu 44 Euro steuerfrei zu überlassen. Damit diese Benzingutscheine jedoch vom Finanzamt anerkannt werden, müssen die entsprechenden formellen Anforderungen erfüllt sein.

Viele Grüße

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