Wie sind Sie bis zu Rente krankenversichert, wenn Sie Ihren Job kündigen?

von David Panek am 19. August 2013

Die Absicherung der eigenen Gesundheit ob im Arbeitsleben oder im Rentenalter ist eines der wichtigsten Angelegenheiten überhaupt. Doch viele fragen sich, wie bin ich abgesichert, wenn ich meinen aktuellen Job kündige und welche Beiträge muss ich als gesetzlich bzw. privat Versicherter leisten?

 

Privat- und gesetzlich Versicherte:

Nun die Privatversicherten bleiben weiterhin bei Ihrer privaten Krankenversicherung. Bei gesetzlich Versicherten stellt sich das ganze ein wenig anders dar. Denn hier besteht die Möglichkeit als pflichtversicherter Arbeitnehmer die bisherige Versicherung als freiwillige Versicherung laufen zu lassen. Voraussetzung ist hier jedoch, dass die Vorversicherungszeit erfüllt ist. Das bedeutet konkret, dass vor dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses entweder in den vergangenen fünf Jahren zumindest 24 Monate oder direkt vor dem Ausscheiden mindestens zwölf Monate eine entsprechende Versicherung vorhanden gewesen sein muss. Bei freiwilligen Mitgliedern der gesetzlichen Versicherung bleibt die freiwillige Mitgliedschaft weiterhin bestehen.

 

Der Beitrag und der GKV-Beitragssatz:

Hier unterscheiden sich die Beiträge von einander deutlich. Denn die Privatversicherten müssen Ihre individuellen Beiträge auf einmal komplett weiter bezahlen. Der bis dahin gewährte Arbeitgeberzuschuss entfällt ganz. Bei Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung berechnet sich der Beitrag nach dem Mindesteinkommen das bei 898,33 Euro liegt und auf das die Beiträge fällig werden. Es muss aber gesagt werden, dass nur bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3937,50 monatlich die entsprechenden Beiträge zu entrichten sind. Wichtig zu wissen ist zudem, dass dabei auch Einnahmen wie Mieteinkünfte, Versorgungsbezüge, Kapitaleinkünfte und Einkommen aus selbständiger Arbeit zu den beitragspflichtigen Einnahmen zählen. Der gesetzliche allgemeine Beitragssatz liegt hierbei für Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen bei 15,5 Prozent. Auf alle anderen Einnahmen die generiert werden, wird der ermäßigte Beitragssatz von 14,9 Prozent angesetzt.

 

Die Beantragung der gesetzlichen Rente:

Viele Fragen sich, welche Beiträge zu entrichten sind wenn die wohlverdiente Rente beantragt wird? Nun in der privaten Versicherung ist der entsprechende Beitrag weiterhin fällig. Allerdings erhalten die Privatversicherten vom Rentenversicherungsträger einen Zuschuss von 7,3 Prozent der gesetzlichen Bruttorente. Es wird jedoch höchstens die Hälfte des entsprechenden Krankenversicherungsbeitrags bezahlt.

 

Bei gesetzlich Versicherten ist der Zeitpunk zwischen dem Einstieg ins Berufsleben und dem Beginn der Rente maßgebend. Derjenige der neun Zehntel der zweiten Hälfte dieses Zeitraums Mietglied einer gesetzlichen Krankenversicherung oder dort beitragsfrei mitversichert war, wird automatisch Mitglied in der Krankenversicherung der Rentner. Der Beitrag liegt hierbei bei 8,2 Prozent seiner gesetzlichen Bruttorente. Wären hierbei die Voraussetzungen für die Krankenversicherung der Rentner nicht erfüllt, so wird man in der freiwilligen Versicherung weitergeführt.

Viele Grüße

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