Wohnungsmarkt – Welche Möglichkeiten haben Sie als Mieter?

von David Panek am 2. Dezember 2013

Besonders in Großstädten hat sich der Wohnungsmarkt in den vergangenen Jahren extrem verändert. Wer sich auf Wohnungssuche macht, muss damit rechnen, dass mittlerweile die Nachfrage nach Wohnraum um vieles größer ist als das Angebot. Aber nicht nur das. Auch die Mieten sind dermaßen gestiegen, dass man sich fragt, wohin das ganze überhaupt hinführt. Für einen Geringverdiener ob Mini-Jobber, Student oder Rentner ist es nun mal unheimlich schwierig sich überhaupt eine Mietwohnung zu leisten.

 

Doch welche Alternativen gibt es?

Tatsächlich gibt es einige sehr günstige Alternativen die man als Geringverdiener auf der Suche nach einer Mietwohnung berücksichtigen sollte. Es erfordert jedoch einiges an Flexibilität.

 

Wohnpartnerschaften:

Mit Wohnpartnerschaften sind insbesondere Partnerschaften mit älteren Menschen gemeint. Und auf diese Wohnalternative greifen immer mehr Studenten zurück. Der Vorteil liegt hierbei darin, dass beide Parteien voneinander profitieren. Denn die Senioren stellen in der Regel entweder kostenlos oder gegen eine sehr kleine Miete die Wohnung zur Verfügung und erhalten hierfür Unterstützung bei der Haus- oder Gartenarbeit. Besonders in den Großstädten erfreut sich diese Wohnalternative einer großen Beliebtheit.

 

Immobilienwächter in leerstehenden Gebäuden:

Auch das ist eine gute Möglichkeit die man auf der Wohnungssuche berücksichtigen sollte. Hier zieht der Mieter in ein leerstehendes Gebäude (leerstehendes Krankenhaus, denkmalgeschützte Immobilie etc.) ein und kümmert sich um den Erhalt der entsprechenden Immobilie. Der Vorteil für den Mieter besteht darin, dass er sehr günstig oder gar mietfrei das Gebäude beziehen kann, das sonst leer stehen würde und mit der Zeit verfallen würde. Im Gegenzug bewacht der Mieter das Gebäude in dem er regelmäßig Rundgänge unternimmt, sich mit Arbeitseinsätzen um den Erhalt der Immobilie kümmert und es vor möglichen Schäden bewahrt. Doch die Immobilienwächter müssen sich an bestimmte Vorgaben halten. So ist beispielsweise das Rauchen in diesen Gebäuden genauso untersagt wie das Halten von Tieren oder die Veranstaltung von Partys. Zudem muss man erwähnen, dass bei diesem Mietverhältnis leider die gesetzlichen Kündigungsfristen nicht greifen und man sich als Immobilienwächter darauf einstellen muss innerhalb einer sehr kurzen Frist ausziehen zu müssen. Wer sich also für diese Wohnalternative entscheidet muss demzufolge sehr flexibel sein.

 

Kollektiver Immobilienbesitz:

Hierbei handelt es sich meiner Meinung nach um eine sehr interessante Möglichkeit Eigentum zu erwerben. Das Prinzip ist eigentlich sehr simpel. So schließen sich hierzu mehrere Menschen zu einer Gemeinschaft zusammen. Das angesparte Kapital der Gemeinschaft wird zusammengelegt oder es werden dementsprechend Kleinkredite aufgenommen. Mit dem Geld werden nun sehr günstig Immobilien (Altbau, Wohnkomplex) gekauft und diese werden durch Arbeitseinsätze saniert. Nach dem das Gebäude hergerichtet wurde, können nun die Eigentümer einziehen und zahlen eine vorher festgelegte monatliche Miete an das Kollektiv. Auf diese Art und Weise kann man sich sehr schnell entschulden und sichert sich Eigentum zu sehr günstigen Konditionen.

Viele Grüße

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